Heiss, heisser …
«Für Ende Mai ist dies eine historische Hitzewelle, die alle bisherigen Rekorde bricht.»
Vor zwölftausend Jahren war die Schweiz vollflächig von Gletschern bedeckt. Die Vorstellung hilft bei der Hitze, die bereits im Mai Rekordwerte erreicht, nicht weiter. Klimageräte sollen’s richten! In der Schweiz werden die Vorschriften für Klimaanlagen gelockert, dabei kollabiert in Indien wegen der momentanen Hitzewelle (Klimaanlagen am Anschlag) die Stromversorgung,
Wir lösen Klimaprobleme technisch und vergessen dabei die Nachhaltigkeit. Die Ausrichtung neuer Gebäude, Beschattung, Begrünung, Farbgebung, Brunnen und Wasserflächen könnten die Hitze mildern. Nur – der Einbau von Klimaanlagen, made in China, ist immer noch günstiger zu haben.
Beschattete Fassaden, passive Kühlung von Gebäuden
Grüne Stadträume mit Abkühlzonen
Leider sieht die aktuelle Situation in vielen Schweizer Städten anders aus.
Beispiel Zuger Bahnhofstrasse
Im Rahmen der Strassensanierung 2003 wurden die bestehenden Bäume entlang der Strasse gefällt. Pflanzen, so die Meinung der damaligen Planer, seien entlang dieser Verkehrsachse und Shoppingmeile fehl am Platz. In der Bevölkerung kam der Kahlschlag nicht gut an. Der Stadtrat reagierte.
Dem verbreiteten Wunsch nach mehr Grün ist die Exekutive nachgekommen: mit Topfblumen. «An geeigneten Standorten» sind auf dem Trottoir Pflanzentröge mit weiss blühenden Nachtschattengewächsen und Passionsblumen aufgestellt worden.»
Christian Peter Meier in der Zuger Zeitung im Juni 2010